Teure Saunaclubs in Köln

Köln ist international für viele Attraktionen bekannt. Jeder kennt den Dom, wie teuer die Stadt ist, können aber viele nur mutmaßen. Wer in Köln wohnen will, muss beinahe mehr Miete als in Berlin oder Hamburg zahlen. Die Quadratmeterpreise steigen. Vor allem für diejenigen, die einen Saunaclub betreiben. Doch das ist noch nicht einmal das Schlimmste. Geht es um die Steuer, schlägt die Stadt Köln richtig zu. Die meisten Betreiber haben immer mehr Probleme, ihren Saunaclub halten zu können. Im Gegensatz zu einem regulären Gewerbe, werden diese Etablissements besonders abgerechnet. Die Domstadt macht dabei jedes Jahr einen großen Gewinn. Jeder Gast der in Köln einen Saunaclub besucht, bezahlt also unbemerkt einen Großteil für die Steuer. Das erklärt auch warum die Preise in den letzten Jahren gestiegen sind. Wer vermutete, dass sich die Betreiber mehr gönnen wollten, der irrt. Vielmehr ist es die Steuer, die schon so manchen Saunaclub in den Ruin getrieben hat. Grund ist hier vor allem, dass jedes Bundesland ganz eigene Steuerregeln für die Prostitution aufstellen kann. Werfen wir doch einmal einen kurzen Blick auf das Steuer System in Köln.

Die Steuer schlägt zu

Die Steuer wird mehrfach und in vielen Fällen pro Quadratmeter berechnet. Viele Betreiber haben bereits aufgegeben und der Stadt Köln den Rücken gekehrt. Maßgebend ist die sogenannte Vergnügungssteuer, die allgemein als Sexsteuer bezeichnet wird. Diese Steuer sorgt dafür, dass Städte wie Köln aufblühen. Der Nachteil: Die Preise steigen und immer mehr Clubs kämpfen ums Überleben. Abgerechnet wird zunächst nach Fläche. Für jede angefangenen 10 Quadratmeter hält die Stadt die Hand auf. Nur die Garderoben und die Toiletten werden (noch) nicht berechnet, Flure und Treppen hingegen schon. Die Sex Steuer wurde im Jahr 2004 abgesegnet. Schon 2 Jahre später hat die Stadt fast 1,2 Millionen zusätzlich an dieser Steuer kassiert. Köln war übrigens die erste Kommune, die diese Steuer offen beschlossen hat. Keine andere Stadt schlägt so sehr zu, wenn es um käuflichen Sex geht.
Die Bildzeitung hat die Domstadt sogar bereits als die dubioseste Sexsteuer Hochburg der Bundesrepublik bezeichnet.

Steuereinnahmen gehen zurück

Was anfangs noch ein Steuersegen war, würden einfach übertrieben. Überall schlägt die Stadt zu. Die Folgen sind ersichtlich. Immer mehr Saunaclubs mussten schließen, andere Verlegen den Betrieb. Von ehemals über 1,2 Millionen an Einnahmen bei der Sex Steuer sind es heute nur noch 500.000 – 600.000 Euro im Jahr. Tendenz fallend.
Dabei wird nicht nur die reine Vergnügungssteuer nach Fläche berechnet. Ein Saunaclub muss pro 10 Quadratmeter aktuell 3 Euro bezahlen. Hinzu kommen ja noch die Damen, die pauschal 6 Euro pro Arbeitstag zahlen. Oft erledigt das der Saunaclub. Neben der direkten Vergnügungssteuer ist heute jeder Saunaclub auch mit Monitoren (Internet, Fernseher, etc.) ausgestattet. Schließlich soll sich der Gast pudelwohl fühlen. Und genau dabei schlägt Köln noch einmal zu. So wird zusätzlich pro Monat für jeden Bildschirm und jede Leinwand pauschal 50 Euro erhoben.

Sicherheitsleistung

Neue Betriebe müssen unter Umständen eine Sicherheitsleistung oder eine Vorauszahlung leisten, um den Saunaclub überhaupt betreiben zu dürfen.